Erdkröte (Buffo bufo-komplex)

 

Diese Erdkröte hüpfte mir im letzten Sommer vor die Füße. Das „Kerlchen“ wurde beim Rasenmähen aufgescheucht.

Erdkröten sind dämmerungsaktive Tiere, die sich tagsüber unter Steinen, im Heckendickicht oder in Erdlöchern verstecken. In der Dämmerung sind sie auf der Suche nach Futter. Dies sind Schnecken, Insekten, Würmer und Spinnen. Große Erdkröten (bis 15cm.) sollen auch schon mal kleine Vögel oder Nagetiere verspeisen.

Erdkröte

Die Hautdrüsen der Erdkröte sondern ein giftiges Sekret ab. Dadurch sollen Fressfeinde und Parasiten abgewehrt werden. Dieses Gift ist schon 800 v.Ch. Als Heilmittel genutzt worden. Fressfeinde der Erdkröte sind: Ringelnatter, Kreuzotter, Igel, Störche, Greifvögel, Rabenvögel, Graureiher, Katzen und immer häufiger auch Waschbären.

Im Frühjahr, meist im März, wandern alle Erdkröten, wie auf ein geheimes Zeichen, gleichzeitig zu ihrem Laichgewässer. Die Weibchen legen ca. 3000 bis 6000 Eier ab. Dieser Laich wird erst beim Austritt vom

Männchen befruchtet. Der gesamte Laichvorgang kann bis zu 12 Stunden dauern. Die Laichschnüre werden vom Krötenpaar um Wasserpflanzen gewickelt. Nach etwa 10 Tagen (je nach Wasserthemperatur) schlüpfen die Kaulquappen. 2 1/2 Monate dauert es dann noch bis aus den Kaulquappen kleine lungenatmende Kröten werden.

Während der Zeit als Kaulquappen werden die meisten der kleinen Tierchen von Raubfischen gefressen.

Der größte Feind der Erdkröte ist jedoch der Mensch. Durch Straßenbau wird der Wanderweg zum Laichgewässer unterbrochen. Unzählige Kröten werden jährlich bei ihrer Laichwanderung überfahren.

Die Erdkröte ist in Deutschland gem. Bundesartenschutzverordnung und Bundesnaturschutzgesetz als „besonders geschützt“ gekennzeichnet. In der „Roten Liste“ ist sie in Deutschland nicht verzeichnet. In Österreich und in der Schweiz ist die Kröte in der Roten Liste als „Gefährdung droht“ bzw. „gefährdet“ gekennzeichnet.

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Alle Fotos: © by Manfred Kirschey

 

Informationen:

Naturschutzbund Deutschland (NABU)

WIKIPEDIA

 

 

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